Ursprünglich bedeutete der Begriff “Advent” Erscheinung (aus dem griechischen epiphaneia). Heute wird er aus dem Latein (ad venire) als Ankunft, Anwesenheit oder Besuch eines Amtsträgers übersetzt. Er kann zugleich aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken und in der letzteren Bedeutung wird er auch im bezug auf die zu kommenden Weihnachten verwendet.
Um die Zeit bis Weihnachten erträglicher zu machen, entstanden seit dem 19. Jh. die sogenannten Adventskalender. Heute beinhalten sie in ihren 24 Türen, die 24 Adventstagen im Dezember entsprechen, kleine Leckereien, von welchen die Kinder jeden Tag jeweils ein Stück essen dürfen. Ursprünglich dienten die Adventskalender als Zeitmesser für Erwachsene, die nicht immer lesen oder zählen konnten.
Ein anderer wichtiger Bestandteil des Advents ist der Adventskranz, der ebenfalls aus dem 19. Jh. stammt. Wenn man die Geschichte des Adventskranzes zurückverfolgt, so stößt man auf den evangelischen Theologen Johann Wichern (1808 – 1881), der in Hamburg-Horn das "Rauhe Haus" für obdachlose Kinder aus der Gegend gründete. Jede Adventswoche wird heute auf dem Kranz eine neue Kerze angezündet, bis schließlich am Heiligen Abend alle vier Kerzen mit ihrem Licht den Raum beleuchten.
In der Adventszeit wird auch der berühmte Weihnachtsstollen gebacken, der an den Bethlehemischen Kindermord erinnert. Der Stollen darf aus diesem Grunde vor dem Heiligen Abend nicht angeschnitten werden.