Auch der am schönsten beschmückte Weihnachtsbaum wird die Geschenke nicht ersetzen können, die man üblicherweise unter ihm findet. Der Brauch, am Heiligenabend Geschenke auszutauschen, ist jedoch relativ neu. Erst in den 20-er Jahren des 20. Jh. begann sich die nette Tradition allmälich in Europa zu verbreiten. Aber nicht jeder weiß, woher der Brauch, Verwandte und Freunde zu bescheren, eigentlich stammt.
Die Bescherung geht auf die Anbetung der Könige: Caspar, Melchior und Balthasar zurück, die laut der christlichen Tradition aus dem Morgenland kamen, um ihre symbolischen Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe dem neugeborenen Jesus zu schenken. Diese Legende deckt sich mit der Sage über heiligen Nicolaus, der als Bischof von Myra (heute in der Türkei) nachts Geschenke an Arme und Bedürftige der Stadt verteilte.
Was heute in ein Riesenkonsumfest gemündet ist, hatte anfänglich einen rein symbolischen Wert: die Geschenke waren bescheiden, öfters nur in Form von Süßigkeiten und wurden überwiegend an Kinder verteilt. Die Weihnachtsbescherung war ein Zeichen der familiären Liebe und eine Erinnerung an die Geburt Christi. In der Zeit, wo Hunger und Not an der Tagesordnung waren, war auch der Stellenwert der Geschenke ein ganz anderer. Sie waren nämlich eine Ausnahme, die eben nur die Weihnachtszeit kennzeichnete. Das Erfahren der Religiosität war damit zugleich viel mächtiger und wahrhaftiger.
Es wird nicht ganz fehl am Platze sein, heutzutage sich der Herkunft, und vor allem der eigentlichen Bedeutung der Weihnachtsgeschenke bewusst zu werden. In der alltäglichen Hektik vergessen wir allzu oft, was an den Weihnachtstagen gefeiert wird. Denn auch die schönsten Geschenke mögen immer nur ein symbolischer Ausdruck der Gefühle bleiben, die wir in dieser Zeit offenen Herzens aneinander richten. Brauchen Sie eine Idee für ein Geschenk zu Weihnachten? Bei uns werden Sie bestimmt fündig!